Beiblatt

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 Was ist bei der Montage Ihrer neuen Fenster zu beachten?

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie die DIN V 4108-7 und bauphysikalische Zusammenhänge verlangen beim Montieren von Fenster und Haustüren, den Anschluss zum Mauerwerk dauerhaft luftdicht abzudichten. Die Fuge lediglich auszuschäumen reicht hierfür nicht aus.
Die Forderung in der EnEV lautet gemäß § 5: „Gebäude sind so auszuführen, dass die wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend dem Stand der Technik abgedichtet ist."
Um den Anschluss nach dem Stand der Technik auszuführen, ist neben einer äußeren Abdichtung gegen Wind und Schlagregen eine zusätzliche innere Luftdichte Abdichtung erforderlich. Man spricht auch von einer dampfdiffusionsoffenen Fuge im Außen- und einer Dampfdiffusionsdichten Fuge im Innenbereich.

 

 Wie kann der Bauanschluss fachgerecht ausgeführt werden?

Für diese Abdichtung stehen eine Vielzahl von Materialien zur Verfügung z. B. Acryldichtstoffe, Folien, Dichtvliese, vorkomprimierte Dichtbänder oder Deckleisten.Welches der Dichtsysteme zum Einsatz kommt, entscheidet sich in der Regel erst auf Grund der auf der Baustelle vorgefundenen Toleranzen (Unebenheiten, Zustand der Laibung, Putz, Mauerwerksart, usw.)Wenn Sie eine professionelle Beratung hierzu wünschen, beraten wir Sie gerne persönlich.

 

 Welche Bedeutung hat es, wenn der Fensteranschluss nicht luftdicht ausgeführt wird?

Wird die Fuge nicht luftdichtausgeführt, muss mit den folgenden Nachteilen gerechnet werden: Es entstehen unkontrollierte Wärmeverluste durch Entweichen warmer Luft über die Fuge. Warme und feuchte Raumluft gelangt in die Fuge und kühlt ab. So kann die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit in der Fuge kondensieren. Die Feuchtigkeit begünstigt Schimmelbildung im Bereich der Anschlussfuge. Bei dauerhafter Feuchteeinwirkung kann es zu weiteren Feuchteschäden an Dämmmaterial, Fenster und Bauwerk kommen. Ist der PU-Schaum über längere Zeit ungeschützt UV-Strahlung ausgesetzt, wird er zersetzt und kann seine Funktion nicht mehr erfüllen.

 

 Was ist zu beachten bei der Erneuerung Ihrer Fenster im Altbau?

Bei der Erneuerung Ihrer Fenster, kann es Aufgrund von losem, stark sandigen Putz, Mauerwerk oder Gipskarton zu Schäden an der Leibung ihres Hauses kommen. Diese sind bauseits instand zusetzten, wenn es nicht gewünscht wird und /oder im Angebot aufgelistet ist.

 

 Welche Voraussetzungen sind für eine ordnungsgemäße Befestigung und Abdichtung im Neubau erforderlich?

Die Öffnungen halten die Toleranz nach DIN 18202 Tab. 1 und 2 ein. Die Mauersteinfugen sind bündig abgestrichen und die Fugenflanken vollfugig ausgeführt (DIN 18540 Abs. 5.1). Es ist eine untere Auflagefläche für den vertikalen Lastabtrag sowie die Abdichtung der Fenster vorhanden.

Wichtig:
-Sollten Sie die Ausführung der Bauanschlussfuge nach Stand der Technik nicht von uns wünschen, so gehen wir davon aus,   dass diese von einem anderen Gewerk übernommen wird.
-Wir weißen sie darauf hin, dass durch die neuen dichteren Fenster sich das Raumklima ändert und dadurch ein Lüftungskonzept ausgearbeitet werden sollte.
-Kondensation an der Scheibeninnenseite kann in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit auftreten und durch häufiges kurzes Lüften vermieden werden.

-Tauwasserbildung auf der Scheibenaußenseite ist kein Makel, sondern ein sichtbarer Beweis der hohen Wärmedämmeigenschaft der Verglasung.

-Bei eingbauten Sprossen kommt es in manchen Fällen zu "Klappergeräuschen".

-Bei Fenster, Türen oder ähnlichen Produkten aus Holz, kann es unter Umständen, zu Rissen im Material kommen. Da Holz ein Naturprodukt ist und leicht auf Klimaveränderungen reagiert. Dies ist kein Reklamationsgrund!